Archiv des Bündnis gegen Rechts Braunschweig

Bericht eines 15jährigen Gymnasiasten

Zunächst lief alles friedlich ab,bei der Demonstration, die Polizei rief mehrmals zum Platzverweis auf. Die Polizei bildete eine Kette, so das niemand  nach vorn laufen konnte, bzw. zum Kennedyplatz. Einige Polizisten lieferten sich auch Wortgefechte mit einigen Demonstranten die nicht zurück rücken wollten und beleidigten diese zutiefst und drohten vereinzelt ihre Waffen zu benutzen. Als die Polizei nach fünfmaliger Durchsage zum verlassen der Straße immer noch nicht ernst genommen wurde, benutzte  sie wie angekündigt "leichte körpeliche Gewalt", was meines erachtens aber nicht stimmt, da die Polizei mehrere Demonstranten aus der Masse heraus zogen und schon bei kleinstem Wiederstand auf sie brutal mit Knüppel  einschlugen. So konnten sie sich langsam einen Weg durch die Masse bahnen. Dies führte zur Eskalation, da die Polizei nun gegen jeden vorging der in ihrer Nähe stand. So kam es zu Prügeleien mit Demonstranten, die sich weigerten das Feld zu räumen und ansonsten auch friedlich agierten.

 Dabei wurde nach eigenen Informationen auch vor kleineren Kindern kein halt gemacht. Diese verletzten sich auch bei dieser Aktion der Polizei nicht minder, die die Lage falsch einschätzte und kein anderes Mittel fand außer mit Gewalt die Demo zu zerschlagen.

Obwohl der Zug der Rechten eine anderen Weg fand, lißen sich die Polizisten nicht beirren. Die Polizei konnte sich gegen die Demonstranten durchsetzten und schuf eine Verbindung , der bis dato blockierten Stobenstraße und der Ölschlägernstraße. So wurden an der Ecke Ölschlägernstraße ca. 50 Demonstranten, die sich jedoch friedlich verhalten haben, von 23 Polizisten eingekreist und über eine Stunde lang festgehalten . Nach und nach wurde eine Person jeweils von 2 Polizisten auf Grund des Nichtbeachtens eines Platzverweises abgeführt. Jeder der sich wehrte, wurde durch Waffengewalt gefügig zum abführen gemacht. Es wurden die Personalien kontrolliert und man wurde durchsucht. Wer dieses Prozedere hinter sich hatte wurde nach einer halben Stunde in einen Zellenbus in 4-Mann-Zellen gesperrt und zur Bereitschaftspolizei in Volkmarode gebracht.


 

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